Historisches Sachsen
Das Portal für die Schlösser, Burgen und historischen Ruinen im Freistaat Sachsen
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DVD "Schlösser & Burgen in Sachsen"

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Beschreibung
Die große Kreisstadt Auerbach im sächsischen Vogtlandkreis wird überragt vom Burgturm, der als Rest einer Spornburg auf einem Bergsporn hoch über der Stadt heute als Aussichtsturm zugänglich ist.
Schon um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert bildete die Burg Auerbach einen regionalen Mittelpunkt. Der Wehrbau war kein Herrensitz, sondern stand unter der Verfügungsgewalt der Vögte, die Amtleute, wie den im 13. Jahrhundert erwähnten Conradus de Urbach, einsetzten.
Bereits 1349/50 beanspruchten die Wettiner die Lehnshoheit über Auerbach, konnten diese zunächst jedoch nicht durchsetzen. Erst als die Vögte von Plauen 1402 Burg und Stadt Auerbach an Markgraf Wilhelm I. von Meißen verpfändeten, wurde Auerbach endgültig wettinisch.
Von den Donins übernahmen die Herren von der Planitz die Burg Auerbach. Das Adelsgeschlecht lässt sich bis in das 12. Jahrhundert nachverfolgen. Aus ihm gingen kursächsische Räte, Geistliche und hohe Offiziere hervor. Nachdem Georg Edler von der Planitz verstarb, teilten seine Söhne 1599 den Besitz in die beiden Rittergüter unteren und oberen Teils auf. Die Burg Auerbach, zwischenzeitlich zu einem Schloss ausgebaut, gehörte zum Rittergut unteren Teils.
Vom zweiten Rittergutshof ist heute nichts Sichtbares mehr erhalten geblieben. Das Gelände wurde zwischenzeitlich überbaut und fügt sich vollständig in das Stadtbild ein. Nur das Herrenhaus, auf Grund seiner bescheidenen Größe kaum noch als solches zu erkennen, zeugt vom Rittergut oberen Teils. Das wappengeschmückte Portal verrät seine edle Herkunft. Der Schlussstein des Granitgewändes zeigt das Wappen der Edlen von der Planitz sowie das Baujahr 1757. Der Neubau war notwendig geworden, weil ein Feuer beide Gutshöfe zerstörte. Dabei errichtete man auf den Fluren des oberen Rittergutes ein schlichtes zweigeschossiges Gebäude mit barocker Fassadengliederung.
1839 verkauften die Edlen von der Planitz die beiden Rittergüter an Heinrich von Bünau, der die Gutsbetriebe wieder zusammenlegte. Schließlich erwarb 1912 die Stadt Auerbach das gemeinsame Rittergut von Adolf Volkmar Opitz, nachdem sie bereits 1905 die Burgruine übernommen hatte. Die Stadt löste den oberen Gutshof auf und verkaufte einzelne Grundstücke.
In den folgende Jahren verschlechterte sich der Bauzustand des Herrenhaus immer mehr. 2001 veräußerte die Stadt das Gebäude in Privatbesitz. Bei der nachfolgenden Sanierung wurden das Dach und die Fassade in moderner Gestalt erneuert. Nur das Portal lässt noch den ehemaligen barocken Adelssitz erkennen.
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Herrenhaus Auerbach o.T.
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Stand: 13.11.2015